Unter dem Ölfördermaximum (Peak Oil) versteht man den Zeitpunkt, an dem die weltweite Ölförderung nicht mehr einer steigenden Nachfrage folgend ausgeweitet werden kann, sondern auf Grund von geologischen und technischen Restriktionen beginnt abzunehmen.
Ab diesem Zeitpunkt ist die Menschheit mit der Tatsache konfrontiert, dass die zur Verfügung stehenden Ölmengen beständig abnehmen werden und ein Teil der Nachfrage nicht gedeckt werden kann.
Dieses Ereignis wird ursächlich sein für weitreichende volkswirtschaftliche Strukturänderungen und nicht erst der Zeitpunkt, an dem der "letzte Tropfen Öl" verbraucht sein wird.
Die Menschheit muß daher lernen, zukunftsfähige Lebensweisen zu entwickeln, die mit wesentlich weniger Erdöl und Erdgas auskommen.
Aufgrund detaillierter Analysen ist ASPO der Meinung, dass die Menschheit gerade dabei ist, den Zeitpunkt des Überschreitens des Ölfördermaximum zu erleben.
ASPO Deutschland sieht darin eine Entwicklung, die die Notwendigkeit einer energiepolitischen Neuorientierung aufgrund des Klimawandels zusätzlich unterstreicht. Die notwendigen Maßnahmen, um beiden Entwicklungen zu begegnen, sind gleichgerichtet, nämlich eine schnelle Abkehr aus der Abhängigkeit fossiler Rohstoffe.
Ein wesentlicher Unterschied bei der Bewältigung beider Entwicklungen besteht darin, dass das Treibhausproblem eine von der Vernunft geleitete Umkehr verlangt, um künftige klimatische Auswirkungen zu reduzieren.
Dagegen erzwingt Peak Oil eine Umkehr, unabhängig von der Wünschbarkeit und der Akzeptanz. Allerdings gilt: je früher wir uns auf diese Herausforderung einstellen, desto Vernunft gesteuerter und geordneter kann die Abkehr von fossilen Energiequellen verlaufen. Je später wir uns auf dieses Ereignis einstellen, desto chaotischer wird dieser Übergang sein. |